Es gibt einen Grund, warum der Bugholz-Bistrostuhl 170 Jahre wechselnden Geschmack überlebt hat: Er tut fast nichts, aber das auf wunderbare Weise. Eine einzige dampfgebogene Schleife aus Massivholz, ein handgeflochtenes Rohrgeflecht als Sitz, vier gespreizte Beine — dieselbe Silhouette, die einst die Wiener Kaffeehäuser füllte, fühlt sich heute unter einer modernen Papierlaternen-Pendelleuchte vollkommen zu Hause. Er ist leicht genug, um ihn mit einer Hand zu bewegen, zurückhaltend genug, um in jeder Palette zu verschwinden, und charaktervoll genug, um einen ganzen Raum zu tragen.
Im Folgenden zeigen wir drei Arten, wie wir den Bugholz-Bistrostuhl im Thonet-Stil (4er-Set) zu Hause inszeniert haben — einen für jede seiner drei Massivholz-Ausführungen. Jeder „Look“ ist ein vollständiges Designboard: die Wandfarbe, der Boden, der Tisch und die Beleuchtung, damit Sie die Stimmung nachbilden können und nicht nur den Stuhl kaufen.
Look 1 — Der warme Minimalist (massiver dunkler Nussbaum)
Die tiefste Ausführung wirkt am erwachsensten. Vor sanften, warm-neutralen Wänden und einem hellen Eichenboden zieht der Rahmen aus dunklem Nussbaum eine selbstbewusste Linie um einen skulpturalen weißen Tisch mit Säulenfuß — grafisch, ohne jemals schwer zu wirken.
Das Designboard
- Wände: ein warmes Greige wie Pale Oak (OC-20) von Benjamin Moore oder Oxford Stone (No. 264) von Farrow & Ball — genug Wärme, um das Holz zu schmeicheln, neutral genug, um ruhig zu bleiben.
- Boden: heller Diele aus Natureiche — der Kontrast lässt die Nussbaumrahmen hervortreten.
- Tisch: ein weißer runder Tisch mit Säulenfuß und skulpturalem Kegel- oder Trommelsockel hält die Grundfläche weich und lässt die Stühle die Hauptrolle spielen.
- Stauraum: ein niedriges weißes Sideboard mit Riffelglas- oder Rohrgeflecht-Türen greift die geflochtenen Sitze auf der anderen Raumseite auf.
- Stühle: der Bugholz-Bistrostuhl in massivem dunklem Nussbaum — Viererset.
- Licht: eine überdimensionierte Akari-Pendelleuchte aus Washi-Papier lässt ein warmes, diffuses Leuchten über dem Tisch schweben und mildert alle harten weißen Flächen.
So inszenieren Sie ihn: Halten Sie die Tischplatte fast leer — ein Keramikobjekt, eine flache Schale mit Zitrusfrüchten, ein einzelner Zweig. Warme Metalle (ein Lautsprechergitter aus Messing, eine kleine Bronzefigur) knüpfen an den Nussbaum an.
Look 2 — Die helle Galerie (massives Teak)
Teak ist die honigfarbene Mittelnote — wärmer als Eiche, heller als Nussbaum. Auf einem Fischgrätparkett, vor galerieweißen Wänden und einem Tisch mit Marmorplatte, verwandelt es eine Essecke in etwas, das sich wie ein kleines, sonnendurchflutetes Museum anfühlt.
Das Designboard
- Wände: ein klares warmes Weiß wie White Dove (OC-17) von Benjamin Moore — streichen Sie Vertäfelung und Zierleisten in derselben Farbe, damit die Architektur als ein einziger ruhiger Hintergrund wirkt.
- Boden: ein Fischgrätparkett aus mittlerer Eiche bringt Rhythmus und eine kleine Pariser Förmlichkeit unter die sanften Kurven der Stühle.
- Tisch: ein runder weißer Marmortisch mit Säulenfuß — der kühle Stein ist der perfekte Gegenspieler zur Wärme des Teaks.
- Kunst: eine große abstrakte Leinwand in gedämpftem Marineblau und Creme verleiht den weißen Wänden einen Blickfang ohne Unordnung.
- Stühle: der Bugholz-Bistrostuhl in massivem Teak — Viererset.
- Licht: eine große Akari-Papierpendelleuchte, tief gehängt, wird zu einem leuchtenden Mond über dem Marmor — die einzige skulpturale Geste, die der Raum braucht.
So inszenieren Sie ihn: Eine Terrakotta-Vase mit einem blühenden Zweig und ein kurzer Stapel Kunstbücher sind alles, was ein Marmortisch an Styling verlangt. Lassen Sie den Boden und die Pendelleuchte sprechen.
Look 3 — Die Japandi-Ruhe (massive Natureiche)
Die hellste Ausführung ist die heiterste. Kombinieren Sie Natureiche mit einem geschichteten Juteteppich, einem ovalen Tisch und warmweißen Wänden, und Sie landen mitten im Japandi-Terrain — skandinavische Zurückhaltung trifft auf Wabi-Sabi-Wärme.
Das Designboard
- Wände: ein sanftes, sandiges Weiß wie School House White (No. 291) von Farrow & Ball oder Swiss Coffee von Benjamin Moore — kaum spürbare Wärme, die die Textur führen lässt.
- Boden: helle Eichendielen, überlagert von einem groben Teppich aus Naturjute, um den Tisch zu verankern und Haptik unter den Füßen hinzuzufügen.
- Tisch: ein weißer ovaler Tisch mit Säulenfuß mildert die Ecke und bietet mehr Sitzplätze, ohne zu überladen.
- Textur: eine Steinzeugvase mit einem einzelnen rotblättrigen Zweig und ein mattschwarzer Teller fügen die unvollkommenen, handgemachten Noten hinzu, die Wabi-Sabi lebendig machen.
- Stühle: der Bugholz-Bistrostuhl in massiver Natureiche — Viererset.
- Licht: die Akari-Pendelleuchte aus Washi-Papier über dem Tisch; für eine Leseecke in der Nähe trägt eine Akari-10a-Stehleuchte dieselbe Sprache aus Papier und Licht in die Ecke.
So inszenieren Sie ihn: Halten Sie alles im gleichen Ton — Sand, Hafer, helles Holz — und lassen Sie einen einzigen dunklen Akzent (einen Steinzeugteller, eine Kohlezeichnung) den Blick halten.
Welche Ausführung ist die richtige für Sie?
Alle drei teilen denselben handgeflochtenen Sitz aus Naturrohr und denselben luftigen Bugholzrahmen; nur der Ton ändert sich.
- Dunkler Nussbaum — die satteste und formellste. Am besten mit weißen Wänden, hellen Böden und Nussbaum- oder Schwarzakzenten.
- Teak — ein warmes Honigbraun. Der einfachste Allrounder; liebt Mid-Century- und rattanreiche Räume.
- Natureiche — die hellste und skandinavischste. Am besten mit gebrochen weißen Wänden, Jute und Naturleinen.
Noch unentschlossen? Die Stühle werden als Viererset in einer einzigen Ausführung geliefert, sodass Sie sich für einen Ton entscheiden und ihn den Raum bestimmen lassen können.
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